Unser Besuch in Bilbao beginnt etwas frustrierend, weil wir – beflügelt durch Santiago di Compostela – gehofft hatten, in der Stadt eine Parkmöglichkeit fürs Wohnmobil zu finden. Aussichtslos! Also doch erst mal zum Stellplatz. Nach einiger Kurverei und einer Ehrenrunde dank falschen Abbiegens (Google Maps ist da aber auch nicht immer ganz eindeutig!) erreichen wir den Stellplatz, der buchstäblich über den Dächern von Bilbao liegt. Was für eine spektakuläre Aussicht! An der Rezeption des Stellplatzes, der inklusive Strom und Toilettenbenutzung 15€ kostet, arbeitet ein unheimlich freundlicher junger Mann aus Guinea. Da wir in Valencia gelernt haben, dass Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mitgenommen werden dürfen, erkundigen wir uns vorsorglich, wie das hier ist. Genauso. Aber er könnte uns ein Taxi rufen oder – wenn wir eine kleine Weile warten wollen – nach seinem Feierabend mit in die Stadt nehmen. Das Angebot nehmen wir natürlich gern an. Außerdem bekommen wir für den Rückweg die Visitenkarte einer Taxizentrale und noch mal genau aufgeschrieben, welche Adresse wir angeben müssen.

Zunächst bummeln wir ein wenig durch die sehr schöne Altstadt, doch dann trennen sich unsere Wege leider. Für mich sind natürlich das Guggenheim-Museum von Frank O. Gehry und die „weiße Brücke “ von Calatrava besonders interessant. Für Frauke eigentlich auch, aber der Weg ist für Bolle zu weit, zumindest wenn wir abends noch in der Altstadt Tapas essen möchten. Und das möchten wir.

Also mache ich mich allein auf Richtung Museum und Bolle und Frauke schlendern weiter durch die Altstadt. Zur Belohnung für ihre Selbstlosigkeit beschenkt sie sich selbst mit einem Schal 🙂 Und da sie den bei Zara kauft, ist es auch für Bolle eine Belohnung (Aircondition!).

In der Zwischenzeit habe ich eine tolle Fotosession zur modernen Architektur in Bilbao (wirklich sehenswert!).

Anschließend mache ich mich auf den 30minütigen Rückweg in die Altstadt, wo Frauke und Bolle vor einem gemütlichen Café am Nueva Plaza auf mich warten.

Mein kleiner Ausflug hat mich ganz schön hungrig gemacht. Dem muss fix Abhilfe geleistet werden, sonst bekomme ich bald schlechte Laune;-) Aber wir müssen gar nicht lange suchen. Ganz in der Nähe, in einer kleinen Seitengasse finden wir eine Tapasbar nach unserem Geschmack und futtern uns durch deren Angebot.

Ein Taxi ist ebenfalls schnell gefunden bzw. angehalten und dank des Zettelchens mit der Adresse klappt auch die Verständigung. Toller Tag;-)

Bilbao - lütte Freiheit auf Achse