Der Morgen fängt gleich abenteuerlich an. Obwohl ich mir den Stellplatz für Achse ziemlich genau ausgesucht und auch den Untergrund angesehen habe, fahren wir uns bei der Abfahrt fest.

Letzte Nacht hat es geregnet und die Wiese, auf der wir stehen, ist nass.

Es sind nur 60 cm vom Vorderrad zum asphaltierten Weg und unser Stellplatz hat nicht mal 1 Grad Gefälle.

Aber das reicht schon. Die Räder drehen auf dem nassen Gras durch und der Wagen bewegt sich kein Stück vom Fleck.

Schlussendlich müssen wir von zwei hilfsbereiten Franzosen mit ihrem Traktor vom Platz gezogen werden.

Anscheinend sind wir nicht die ersten… und wahrscheinlich auch nicht die letzten, denen das hier passiert.

Unser heutiges Ziel ist Metz und liegt ungefähr auf halbem Weg nach Straßburg, unserem letzten Stopp in Frankreich.

Eigentlich wollen wir auf einem kostenlosen Stellplatz am Fluss übernachten, nur ist der schon völlig überfüllt. Zum Glück liegt genau daneben und ebenfalls am Fluss ein kleiner Campingplatz, auf dem wir noch ein Plätzchen bekommen.

Die Lage ist günstig, nur 15 Minuten zu Fuß bis in die Innenstadt.

Frauke will trotz ihres schmerzenden Fußes unbedingt eine kleine Stadtbesichtigung machen.

Das finde ich zwar nicht gut, kann mich aber gegen den kleinen Trotzkopf nicht durchsetzen…

Metz hat eine schöne Altstadt und eine recht ansehnliche Kathedrale. Auch hier merkt man schnell, wie viel lebendiger eine Universität eine Stadt machen kann. Wir suchen uns ein kleines Café auf einem netten Platz und schauen uns die vorbeiziehenden Bewohner von Metz an. Wirklich ziemlich abwechslungsreich und multikulturell.

Metz_02

Unsere Stadtbesichtigung wird nicht sehr ausgiebig, denn Frauke und Bolle tun sich allmählich schwer mit dem Gehen.

Also langsam (sehr langsam…) zurück zum Platz und allmählich bekommen wir auch Hunger…

Heute steht der Chef in der Küche und es gibt einen Blumenkohl- Kartoffelauflauf.