Fuji x100s, die ideale Immer dabei Kamera mit klassischen Reportage- und Streetfotografie Tugenden

Henri Cartier-Bresson, Vivian Maier, Elliott Erwitt und Helen Levitt – alles prägende Fotografen der alten Schule. Was sie miteinander verbindet? Sie benötigten alle keine große Ausrüstung. Sie waren meist mit einer Immerdabeikamera unterwegs. Z.B. einer Leica mit einem 35mm Objektiv. Das ist die typische Reportagebrennweite. Einerseits weitwinklig genug um eine komplette Szene aufs Bild zu bekommen und andererseits immer noch gut als Portraitbrennweite geeignet. Ein Objektiv, dass es nötig macht seinem Motiv sehr nahe zu sein, wenn nicht sogar mitten im Geschehen.

Abrüsten statt Aufrüsten

Auf meinen letzten Reisen habe ich gemerkt, dass es zwar toll ist, mit einer Spiegelreflex Vollformat Kamera zu fotografieren, der Transport der Ausrüstung allerdings die wahre Pest ist.
Da kommen schnell mal ein paar Kilo zusammen, die man ständig mit sich rumschleppen muss.
Jetzt habe ich mir vorgenommen, das zu ändern. Gerade auch, weil ich meine Reiseaktivitäten weiter ausbauen will. Deshalb war ich auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Ersatz: einer kleinen und leichten Fotoreiseausrüstung. Dabei bin ich nun auf die Fuji X100s gestoßen, eine Kamera, die äußerlich stark an die alten Leica-Kameras der 60er/70er Jahre erinnert. Sie ist mit einer lichtstarken Festbrennweite von 35mm, einem hervorragenden Sensor und einem guten Sucher ausgestattet. Die Bedienung richtet sich eher an erfahrene Fotografen, da viele Einstellungen manuell erfolgen. Die geringe Größe macht sie zu einer richtigen Immerdabeikamera! Insgesamt folgt ihr Konzept der Streetfotografie der alten Schule.
Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass man sich wegen der Festbrennweite mehr bewegen muss. Außerdem können nicht alle Motive fotografiert werden, entweder weil das Motiv zu weit weg oder weil es zu groß ist.

Entschleunigen

In meinem Fall begrüße ich die Einschränkungen der X100s sogar.
Sie sorgen bei mir für eine gewisse Entschleunigung. Die Motive müssen mit mehr Sorgfalt ausgewählt werden. Das bedeutet auch, dass ich weniger Bilder mache, diese dafür aber meist hochwertiger sind.

Natürlich ist die X100s nur der erste Teil meiner Reisefotoausrüstung. Sie hat ihren ganz bestimmten Einsatzbereich, den sie hervorragend meistert und ist eine sehr gute Ergänzung zum Rest der Ausrüstung, über den ich hier auch noch berichten werde…

Gibraltar, Tarifa und Cadiz
Anfang Juni war ich in Spanien und habe dort einige Testaufnahmen mit der Fuji X100s gemacht. Da ich eigentlich zum Kiten dort war und viel Glück mit dem Wind hatte, waren meine Fotoausflüge recht eingeschränkt. Immerhin habe ich einige Aufnahmen auf Gibraltar, in Tarifa und in Cadiz machen können. Hier ein kleiner Auszug: